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ZUKUNFTSFÄHIGES
ODERNHEIM

 

ZufO Statements

Alles beim Alten – das reicht nicht mehr!

 

  

„Wenn der Dorfladen in die Räumlichkeiten der ehemaligen Volksbank einzieht, ist ja wieder alles beim Alten. Sich Gedanken über das Gebäude zu machen, ist deshalb nicht notwendig“. So die Haltung vor allem der CDU-Fraktion in der letzten Ratssitzung. Der Antrag unserer Fraktion „Zukunfts-fähiges Odernheim“, ein konkretes Nutzungs-konzept zu erarbeiten und eine Sanierung des Gebäudes in Angriff zu nehmen, wurde abgelehnt. Diese Weigerung, die Entwicklung vor allem im Ortskern aktiv anzugehen, ist symptomatisch. Die letzten Jahre ist hier nichts passiert und eine Änderung dieser Politik ist nicht abzusehen. Der Wunsch, dass alles beim Alten bleiben soll, scheint so stark, dass man lieber Vogel Strauß spielt und sich wichtigen Aufgaben nicht stellen will.

Deutlich wird dies auch bei der Verteilung von Geldern, die die Gemeinde vom Land für die Integration von Flüchtlingen bekommen hat. Dieses wird Vereinen bzw. der Kirche für die Jugendarbeit und dem Kindergarten für besondere Anschaffungen überlassen. Dies ist zwar gut gedacht und natürlich sinnvoll. Hier allerdings nur einigen Vereinen, unabhängig von deren Mitgliederzahl und der konkreten Jugendarbeit, die gleichen Summen zu überweisen, zeugt von Ideenlosigkeit und fehlendem Gestaltungswillen. Eine gezielte Förderung von Vereinen oder Initiativen für speziell für die Jugend konzipierte Projekte, Kurse oder sonstige Aktionen hätte hier mehr Schwung ins Dorfleben gebracht. Dabei hätten neue Ideen und Ansätze unterstützt werden können. Jetzt bleibt halt alles beim Alten, und Mühe hat sich die Gemeinde schließlich auch nicht machen müssen.

Dabei ist es ja nicht so, dass wir die Hände in den Schoß legen können. Trotz Neubaugebiet, das sicherlich wichtig für die Gemeinde ist, ist die Einwohnerzahl erneut geschrumpft. Seit 2008 hat der Ort 85 Einwohner*innen verloren, im letzten Jahr lebten hier noch 1.698. Es bleibt eben doch nicht alles beim Alten.

Nicht nur die politischen Gemeinden, auch Vereine müssen sich aufgrund des sich ändernden Freizeit-verhaltens neu orientieren. Der TVO z.B. hat erst vor kurzem gezeigt, wie das gehen kann: Durch Einbindung der Mitglieder und offene Gespräche über deren Wünsche und Vorstellungen. Nur im Dialog und mit gegenseitigem Zuhören können neue Ideen entstehen und sich entwickeln. Auch hier kommt seitens der Gemeinde wenig. In den letzten 10 Jahren nur eine einzige Einwohnerversammlung! Beteiligung und Interesse an den Vorstellungen und Sichtweisen der Bürger*innen scheint für die Gemeinde kein Thema zu sein. Doch gerade das wäre für eine moderne Gemeinde, in der die Menschen gerne wohnen und sich ernst genommen fühlen, entscheidend. Hier gibt es noch einiges zu tun und wir bleiben dran.  

Gemeinschaftliches Miteinander

 

Als aktive Odernheimer*innen freuen wir uns über jegliches Interesse und Engagement für die Gemeinde und nehmen dies unabhängig von Altersgruppen oder kulturellen und politischen Hintergründen ernst. Ein gemeinschaftliches und respektvolles Miteinander ist für uns selbst­verständlich, denn nur so kann sich eine starke Dorf-gemeinschaft entwickeln und wachsen. Und das ist unser Ziel.

Mit dieser Haltung möchten wir eine Willkommens-kultur für Neubürger*innen unseres Ortes schaffen sowie mit lang einheimischen Odernheimer*innen im Dialog bleiben. Zudem ist uns eine Vernetzung der zahlreichen örtlichen Vereine, Initiativen und der Vereinsring besonders wichtig.

Verantwortung muss aber auch bei den Kindern und Jugendlichen übernommen werden. Daher werden wir uns weiterhin dafür stark machen, dass Spielräume, Treffpunkte und Mitbestimmungsorte für ein selbstorganisiertes Spielen entstehen.

Eine weitere Herzensangelegenheit stellen die älteren Bürger*innen für uns dar. So möchten wir uns weiterhin für die Versorgung und Unterstützung älterer Menschen im Ort einsetzen. Durch Informationsangebote, die erfolgreichen Spielenach­mittage oder durch die Schaffung eines/einer Seniorenberater*in der Ortsgemeinde.

Dorfgemeinschaftliche Aktionen, die allen Bürger*innen die Möglichkeit geben, einen gemeinsamen Treffpunkt aufzusuchen und sich auszutauschen, sind uns ein wichtiges Anliegen. So machen wir uns weiterhin stark für die Durchführung der beliebten Dorfmärkte und sichern unsere Unterstützung dem Aufbau eines Dorfladens zu, der nicht nur seine Kund*innen mit regionalen Produkten versorgen, sondern auch eine Begegnungsstätte sein könnte und somit einen großen Anteil an der Erhöhung der Lebensqualität in Odernheim einnehmen würde.


Endlich ein Café in Odernheim!

 

Wer hätte das gedacht! - Da dämmert der Dorfkern über Jahre hinweg so vor sich hin, ein Geschäft nach dem anderen schließt seine Türen und es wird langsam spürbar, dass es sich auch in Odernheim so entwickeln kann, wie es bereits in anderen Dörfern Realität ist: Keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Treffpunkte, die Ortskerne ohne öffentliches Leben und wenig anziehend für Einwohner*innen und auch Besucher*innen.

Doch dann passiert etwas, von dem schon viele gesprochen hatten, aber das bisher doch nur ein vager Wunschtraum blieb. Plötzlich, wer hätte das gedacht, ergreift eine Odernheimer Familie die Initiative und lässt in unserem denkwürdigen alten SPAR-Markt das Café «Augenweide» entstehen, das einfach schön ist und verlockende Angebote bereithält.

Herzlichen Glückwunsch, Familie Zarsazkar, herzlichen Glückwünsch, Odernheim. „Endlich!“ tut sich wieder etwas Erfrischendes im Dorfkern, nachdem bisher vor allem nur „die Außengebiete“ im Zentrum der Dorfentwicklung standen. Dass dies nicht ausreicht und von vielen Einheimischen vielleicht auch anders gesehen wird, zeigt der ungeheure Zulauf in den ersten Tagen nach der Eröffnung! Dass die Odernheimer*innen sich solche Begegnungsorte wie das Café Augenweide wirklich wünschen und diese auch annehmen, hatten bereits die Märkte auf dem Dorfplatz mit dem Dorfcafé angedeutet. Dass mit der Eröffnung eines Cafés dieser Wunsch nun auch regelmäßig in Erfüllung gehen kann, ist für Odernheim ein wahrer Gewinn. Jetzt gilt es, diese Initiative für eine weitere Entwicklung im Ortskern zu nutzen und auszubauen.            

Dringend nötig dafür sind unseres Erachtens nach Ideen und Konzepte jenseits von ideologischen oder parteilichen Gräben. Wünschenswert wäre ein offener Dialog über solche Fragen und eine Zusammenarbeit bei konkreten Projekten, von denen dann alle profitieren. Fangen wir damit im Café Augenweide an, bei einer guten Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen.  

Dorferneuerung - war da was?

 

Vor 10 Jahren wurde ZufO gegründet. Es war die Zeit der Dorferneuerung, es gab Arbeitskreise, viele gute Dinge wurden diskutiert. Es wurde ein Dorf-erneuerungskonzept in Auftrag gegeben und 2008 verabschiedet, in das die Meinungen und Ideen der Bürger*innen aufgenommen wurden. Leider ist es kurz nach Verabschiedung im Rat in den Schubladen der Gemeinde verschwunden. In dem Konzept stehen viele kluge Dinge, es weist den Weg, wie sich Odernheim fit für die Zukunft machen kann. Einiges wurde umgesetzt, die Dorfbeschilderung, die Neugestaltung des Marktplatzes, die Instandsetzung der Spielplätze - auch die erfolgreiche Kultur-initiative „KinO“ ist in dieser Zeit entstanden. Aber vieles, was den Odernheimer*innen damals wichtig war, auch nicht. Es fehlte das Geld. Jetzt sieht es wieder etwas besser aus. Höchste Zeit, den Plan mal wieder rauszuholen, vielleicht sogar zu aktualisieren – aber vor allem, ihn zu lesen und die eine oder andere Idee umsetzen. So wurde damals schon erkannt, dass im Dorfzentrum Handlungsbedarf besteht. Die Probleme haben sich seither noch verschärft, Geschäfte wurden geschlossen, viele Häuser stehen leer. Es fehlt an Begegnungsorten und sicheren Wegen. Der wenige Platz, der zur Verfügung steht, ist zugeparkt (siehe Dorfplatz). Man hat manchmal den Eindruck, die Gemeinde hätte ihr Dorfzentrum aufgegeben. Das Lieblings-(totschlag)argument ist immer: Da kann man nichts machen und es ist kein Geld da. Das Dorferneuerungskonzept würde zeigen, dass man durchaus etwas machen könnte. Wenn man nur wollte.

Vor allem hat die Zeit damals gezeigt: die Odernheimer*innen sind bereit, Ideen zu entwickeln und sich zu engagieren. Von der Gemeindeleitung erfahren sie zwar nicht immer aktive Unterstützung, aber das Potential ist da. Odernheim braucht das Engagement seiner Bürger*innen – und eine Gemeindeleitung, die es fördert und koordiniert.


Parken im Dorfzentrum


Es hat sich nichts geändert. Nach wie vor ist es nicht möglich, mit einem Kinderwagen oder einem Rollator sicher durch das Dorfzentrum zu gehen. Überall zugeparkte Gehwege. Darauf haben wir schon vor 10 Jahren aufmerksam gemacht und gefordert, dass die Parkplätze auf die Straße verlegt werden. In den Haushaltsverhandlungen 2019 haben wir erneut vorgeschlagen, ein Parkplatzkonzept zu erstellen, das den Interessen aller Nutzer*innen und nicht nur den Autofahrer*innen gerecht wird. Abgelehnt mit dem Lieblingsargument der Gemeindeleitung: «Da kann man sowieso nichts machen». Schauen wir in unsere Nachbardörfer: Staudernheim, Duchroth, Rehborn. Da steht kein Auto mehr auf dem Gehweg, geparkt wird am Straßenrand. Der Verkehr wird dadurch verlang-samt, die Gehwege sind frei. «Das LBM wolle das nicht, der Verkehr müsse fließen», heißt es von der Gemeindeleitung. Höchste Zeit, dass die Odernheimer*innen das in die Hand nehmen und dem LBM und ihrem Bürgermeister mit Nachdruck erklären, dass sie es aber wollen, damit man sicher zu Fuß zum Café, in den Kindergarten, in den zukünftigen Dorfladen, zur Metzgerei oder in die Restaurants kommt. Nur Mut, wenn’s die Nachbarn alle schaffen, könnte es ja sein, dass es hier auch geht, wenn wir es nur endlich wollen.   






Dafür stehen wir
:

·       Neue Ideen und kritische Begleitung der Ratsarbeit

·       Kein „Alles beim Alten“

- sondern klare Positionierung für zukunftsweisende Projekte

·       Förderung von Initiativen, die frischen Wind nach Odernheim bringen

·       Gemeinschaftliches und konstruktives Miteinander

·       Unterstützung und Gestaltung des Dialogs zwischen allen Gruppen